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OMI-Help

Ein konkretes Hilfsprojekt der OMI-Jugend in unserer Provinz

Tyvriv ist eine kleine Siedlung im Gebiet Vinnytsia/Ukraine. Dort befindet sich ein Marienwallfahrtsort aus dem Jahre 1742, der seit einigen Jahren von den Oblaten übernommen wurde. Jene setzen sich insbesondere für die christliche Ausbildung der Jugendlichen ein. Doch die Lage ist desolat: Wie in der ganzen Ukraine ist die junge Generation aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen und in die bis zu 500 km entfernten Städte Arbeit zu suchen – oftmals vergeblich. Der Traum der ukrainischen Jugend scheint zu platzen: Sie wollen weg von der bitteren Armut der Dörfer, von dem Leben unterhalb des Existenzminimums, von der überkommenen politischen Mentalität der vergangenen Jahre, der Abhängigkeit von veralteten Strukturen und Techniken und erstreben einen westlichen Lebensstandard. Dieser Wunsch nach westlichem Komfort lässt viele Jugendliche in der Prostitution einen letzten Ausweg sehen.

...und den Wallfahrtsort

Ein ähnlich bedrückendes Bild bietet der verwahrloste Marienwallfahrtsort Tyvriv, der in den Zeiten politischen Umbruchs als Kunststofffabrik diente. Doch hier setzt die Jugend der Dörfer in den letzten Jahren ein Zeichen ihres Willens: Bei den Oblaten, die eine Vernetzung mit christlichen Jugendlichen der Ukraine sowie anderen europäischen Ländern fördern, erfahren sie eine größere Weite über das kleine Dorf hinaus, die ihnen neue Hoffnung auf ein besseres Leben gibt. So sind es auch die Jugendlichen selbst, die eigentlicher Motor des Kirchen- und Klosterruinenaufbaus sind. Sie setzen sich dafür ein, dass aus dem ehemaligen Marienwallfahrtsort wieder eine Begegnungsstätte entstehen kann für Gebet, Gemeinschaft, Katechese und Konzerte. Gemeinsam mit internationaler Unterstützung anderer europäischer OMI-Jugendlichen bringen sie in den letzten Jahren den Bau „ihrer“ Kirche voran. Es soll ein Ort sein, der ihnen und den 1% Katholiken des Landes eine geistliche und religiöse Heimat bietet.

 

 

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