Etwa um 1220 wird in Groß - Burlo eine kleine
Kapelle errichtet. 1245 übernehmen Wilhemitenbrüder die Gebetsstädte
und errichten nach und nach ein richtiges Kloster, von dem auch die
Bevölkerung der Umgebung seelsorglich betreut wird. Der Name
"Mariengarden" taucht erstmals 1398 in Urkunden auf. 50 Jahre später
schließen sich die Wilhelmiten den Zisterziensern an.
Bedingt durch die Wiedertäuferbewegung und
durch Kriege kommt das klösterliche Leben fast zum Erliegen. Im 17.
Jhd. erlebt das Kloster eine neue Blüte. 1718 wird das Kloster in
seiner heutigen Gestalt vollendet. 1803 wird das Kloster im Zuge der
Säkularisation aufgehoben.

1920 werden die Oblaten bei einer
Volksmission in Anholt auf das alte Klostergebäude aufmerksam
gemacht, welches sich im besitz des Fürsten Alfred zu Salm - Salm
befindet. Er ist bereit, das Kloster an die Oblaten zu verpachten.
Nach längeren und ausführlichen Renovierungsarbeiten entstand das
erste Deutsche Juniorat, welches 1924 die staatliche Anerkennung als
Privatschule erhielt.
Vor allem die Versorgung der Junioristen und
der Kommunität bereitete zunächst immer wieder große Sorgen, obwohl
man eine eigene Landwirtschaft errichtet hatte. So wandte man sich
sogar während der Inflationszeit an das benachbarte Holland, von wo
man tatsächlich 1200 Zentner Lebensmittel erhielt.

1939 wird das Juniorat geschlossen, das
Kloster bleibt eingeschränkt aber in Händen der Oblaten. Nach dem
Krieg erteilt die Militärregierung die Erlaubnis, die Missionsschule
wieder zu eröffnen. Anfang der 50er Jahre wird Mariengarden zum
Progymnasium erhoben. Die Patres erhalten ab sofort auch eine
qualifizierte Ausbildung, die der weltlichen Studienräte gleich
kommt. Ende der 60er Jahre wird aus dem Progymnasium ein
Vollgymnasium. Die ersten Abiturienten erlangen 1972 die
Hochschulreife.
Das Gymnasium wird kontinuierlich ausgebaut.
Das dazugehörige Internat wird 1984 geschlossen, das
Internatsgebäude wird Gästehaus. Heute lehren noch zwei Patres und
eine Vielzahl weltlicher Lehrkräfte am Gymnasium, welches von etwa
800 Schülern aus der Umgebung besucht wird.

Dem Oblatenkloster Mariengarden gehören 13
Patres und 4 Brüder an. An der Spitze der Kommunität steht der
Superior des Hauses.