Die Kongregation der Oblaten M.I.
Gleich vorweg müssen wir aber mit einem
Missverständnis aufräumen. Wir backen keine Hostien und stellen auch
keine Oblaten für das Weihnachtsgebäck her. Wir Oblatenmissionare sind
eine katholische Ordensgemeinschaft, die wie der Name schon sagt
missionarisch tätig ist. "Oblaten" kommt ursprünglich aus dem
Lateinischen und bedeutet "darbringen" oder "weihen". Ein Oblate ist
jemand, der sich einem bestimmten Lebensziel und einer entsprechenden
Lebensweise geweiht hat.

Gegründet wurde unsere Gemeinschaft am Fest der
Bekehrung Pauli, am 25. Januar 1816 durch den jungen Priester
Eugen von
Mazenod in Aix en Provence (Südfrankreich). Am 17. Februar 1826
approbierte Papst Pius XII. die Regel der kleinen Priestergruppe, die
sich bis dahin "Missionare der Provence" nannte und gab der neuen
Kongregation den Namen: "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria",
abgekürzt OMI. Als Eugen am 21. Mai 1861 als Bischof von Marseille
starb, war dioe Gemeinschaft auf etwa 400 Mitglieder angewachsen und
schon in mehreren Ländern der Welt tätig.
Seit mehr als 110
Jahren arbeiten wir Oblaten auf dem Gebiet der heutigen
Mitteleuropäischen Provinz. Rund 170 Patres, Brüder und Studenten leben
in einem unserer 19 Klöster in Deutschland, Österreich und der
Tschechischen Republik. Geleitet wird die Mitteleuropäische Provinz von
Mainz aus, dort haben die Provinzleitung und die Provinzverwaltung ihren
Sitz im Oblatenkloster auf dem Hartenberg. Die Provinzleitung besteht
aus dem Provinzial und seinem Rat. Sie werden nach Befragung der
Mitbrüder vom Generaloberen der Gemeinschaft für drei Jahre ernannt.

Provinzialat auf dem Mainzer Hartenberg
Als missionarische
Ordensgemeinschaft erstreckt sich unserer Arbeit aber nicht nur auf
unsere drei Heimatländer. Neben seelsorglichenn Aufgaben vor Ort gehört
deshalb immer auch der Blick über den eigenen Tellerrand zu unserem
Leben. Gut 40 Oblaten, die der Mitteleuropäischen Provinz entstammen,
arbeiten heute im Ausland, beispielsweise in Namibia, Südafrika,
Paraguay, Haiti, Pakistan oder Kanada. Darüberhinaus werden von Wien und
Borken aus Missions- und Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt
gefördert.